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SIYU Persönlich

16.12.2025

© Susanne Bär, Zusammenspiel von Licht und Schatten

Susanne Bär

Die Aargauer Fotografin Susanne Bär (1983*) arbeitet seit 2012 als selbständige Fotografin in Strengelbach (AG). Sie hat 2012 die Ausbildung an der Cap Fotoschule in Zürich abgeschlossen und sich dann in Ihrem eigenen Studio selbständig gemacht. Ihre ersten Fotografien entstanden mit der Kamera ihres Vaters. Heute ist sie selbständig tätig und verbindet ihre Selbstständigkeit mit ihrem Familienleben als alleinerziehende Mutter. Wie sie sich organisiert – davon erzählt sie im Interview.

Was fasziniert(e) dich an der Fotografie damals und heute als professionelle Fotografin? Als Kind liebte ich es, durch den Sucher die unscheinbaren Details zu entdecken. Es fühlte sich an, als würde ich für einen Moment in meine eigene kleine Welt eintauchen. Und ich war jedes Mal aufgeregt, wenn der Umschlag mit den entwickelten Bildern zurückkam – dieser Überraschungsmoment war magisch, da ich nie genau wusste, was mich erwartet.

Heute ist vieles technischer geworden und alles geht schneller. Doch mein Kern bleibt derselbe: die Liebe zum Detail begleitet mich bis heute. Manchmal tauche ich so sehr in den Moment ein, dass ich sogar vergesse zu atmen. Die Faszination, durch den Sucher zu schauen, ist geblieben – nur wähle ich meinen Bildausschnitt heute nicht mehr zufällig, sondern ganz bewusst.

Wie haben sich deine Schwerpunkte Architektur, Food, Reportagen entwickelt? Gab ein Ereignis, eine Begegnung den Ausschlag oder...? In den letzten Jahren hat sich mein Fokus zunehmend auf die Architekturfotografie verlagert. Durch meine Zusammenarbeit mit einem Innenarchitekturbüro und durch die intensive Auseinandersetzung mit Raum, Materialität und Licht, ist die Nachfrage in diesem Bereich gestiegen, wodurch sich mein Kundenstamm entsprechend erweitert hat.

Food und Reportagen begleiten meine Arbeit aktuell nur punktuell, dabei freue ich mich immer sehr über eine Abwechslung. Mein Fokus liegt heute auf der Architekturfotografie, in der sich meine fotografische Ausrichtung und Faszination am stärksten gefestigt hat.

Was fasziniert dich an der Architekturfotografie? Ich liebe grafische Formen, Farben und Linien – und das kreative Spiel mit dem Licht und Schatten, der Perspektive und Bildausschnitt. In der Architekturfotografie finde ich die Möglichkeit, verschiedene Materialien, Strukturen und Flächen neu zu interpretieren und zu verbinden – stets mit dem Fokus auf eine reduzierte, ruhige und zugleich ausdrucksstarke Bildsprache. Dieser kreative, manchmal fast meditative Prozess, begeistert mich jedes Mal aufs Neue.

Du bist seit 13 Jahren selbständig, gab es da auch schwierige Zeiten? Ja, auf jeden Fall. Gerade in der Anfangsphase meiner Selbstständigkeit war es nicht immer leicht. Als alleinerziehende Mutter waren Zeiten mit wenigen Aufträgen eine echte Herausforderung, da es auch mal Ende Monat finanziell eng werden konnte – diese Momente auszuhalten und trotzdem dranzubleiben, hat viel Kraft gebraucht. Und heute kann ich sagen: Es hat sich absolut gelohnt: Ich liebe meinen Beruf und die damit verbundene Freiheit als selbständige Fotografin.

Du bist Familienfrau – wie vereinbarst du die beiden Tätigkeiten? Meine Tochter ist inzwischen 19 Jahre alt. Dass sich mein Studio in unserem Wohnhaus befindet, war rückblickend die beste Entscheidung. Kam sie von der Schule nach Hause, war ich immer da. Abends konnte ich weiterarbeiten, wenn sie schlief. Auch meine Aufträge konnte ich so planen, dass sie hauptsächlich in ihre Schulzeiten fielen. Diese Flexibilität war ein riesiger Vorteil meiner Selbstständigkeit – und hat es mir ermöglicht, Familie und Beruf gut zu verbinden.

Du bist SIYU Mitglied. Was erwartest du vom Verband? Von der SIYU Mitgliedschaft erhoffe ich mir inspirierende Begegnungen, interessante Angebote und neue Kontakte, die meinen beruflichen Alltag bereichern und erweitern.

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