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Filmreihe Filme über Fotografie Ernest Cole: Lost and Found

Veranstaltungszeitraum: 26. Oktober - 8. Dezember 2026

© Raoul Peck, Ernest Cole: Lost and Found, 2023 (Filmstill)

Mo. 26.10.2026, 17.00 Uhr

Flurstrasse 89, 8047 Zürich, Raum 203

Mit dem Film Ernest Cole: Lost and Found eröffnen wir am Montag, 26. Oktober 2026, um 17.00 Uhr die Filmreihe Filme über Fotografie.

Raoul Pecks Dokumentarfilm rekonstruiert das verschollene Archiv des südafrikanischen Fotografen Ernest Cole: Erst 2017 wiederentdeckte Negative werden zum forensischen Beweis gegen die Apartheid, während der Film zugleich zeigt, wie westliche Verwertungslogiken das Archiv einst fragmentierten und unsichtbar machten.

In der Reihe Filme über Fotografie sehen Studierende, Dozierende und Gäste gemeinsam Filme, die das Bildermachen selbst thematisieren.

Ein besonderer Fokus liegt in dieser Reihe auf dem Bild als Beweisstück und dem Archiv als umkämpftem Ort der Erinnerung. Gezeigt werden Werke, die die Autorität des Bildes hinterfragen: Sie demonstrieren, wie Beweise konstruiert, Archive manipuliert oder fehlende Bilder durch neue Formen der Erinnerung ersetzt werden müssen.

Im Programm der Filmreihe sind folgende drei Filme zu sehen:

  • Ernest Cole: Lost and Found | Raoul Peck, 2023
    Der Dokumentarfilm rekonstruiert das verschollene Archiv des südafrikanischen Fotografen Ernest Cole. Durch die Wiederentdeckung tausender Negative wird das Bild zum forensischen Beweis gegen die Apartheid, während der Film gleichzeitig zeigt, wie westliche Verwertungslogiken das Archiv einst fragmentierten.
    Mo. 26.10.2026, 17.00–19.30 Uhr
     
  • Blow-Up | Michelangelo Antonioni, 1966
    Ein Modefotograf glaubt, einen Mord fotografiert zu haben. Doch je stärker er die Bilder vergrössert, desto mehr löst sich die vermeintliche Wahrheit in Korn und Abstraktion auf. Der Klassiker dekonstruiert die Idee des fotografischen Beweises radikal und zeigt die Unschärfe zwischen Realität und Projektion.
    Mo. 09.11.2026, 17.00–19.30 Uhr
     
  • Das fehlende Bild (L’Image manquante) | Rithy Panh, 2013
    Da Archive aus der Zeit der Roten Khmer keine Bilder des alltäglichen Leidens enthalten, ersetzt Panh die fehlenden Dokumente durch handgefertigte Tonfiguren. Der Film thematisiert die Gewalt des Archivs und die Notwendigkeit, eigene Bilder zu schaffen, wenn das offizielle Gedächtnis schweigt.
    Di. 08.12.2026, 12.15–14.30 Uhr

Nach den Vorführungen gibt es die Möglichkeit, sich über die Eindrücke auszutauschen.

Wir freuen uns auf euer Kommen – Eintritt frei!

Sarah Widmer und Tillo Spreng

Studiengang Fotografie HF